Mit Naturkräften die eigene Vision erkennen

Mit Naturkräften die eigene Vision zu erkennen, dass ist das Anliegen des GAIA-Prinzips mit seiner aktuellen Zeitqualität „Vision“, die am 2. Feber begonnen hat.
Anfang Feber ist in Mitteleuropa eine Zeit, in der Schnee und Eis die Landschaften verzaubern. Die erfrischende Kälte bringt uns innere Klarheit. Die kühle Energie verbunden mit dem strahlend weißen Licht der länger werdenden Sonnenstunden wirken wie eine machtvolle Bestrahlung bis in die Zellen hinein. Unter der winterlichen Schneedecke beginnen feinstoffliche Bewegungen in den Adern der Erde, die die Säfte der in den Tiefen schlummernden Triebe anzuregen. Das mehr an Licht lässt die unterschiedlichsten Organismen langsam wieder aktiver werden. Die Samen keimen und die Kraft des inneren Feuers energetisiert und bestimmt aufs Neue die Wachstumsausrichtung. Wölfe haben ihre Paarungszeit.
Im Vergleich zur Wintersonnwende am 21. Dezember ist es schon deutlich heller geworden, eine Stunde mehr steht uns das Sonnenlicht zur Verfügung. Das Licht kann schon „gemessen“ werden. Um den 1. und 2. Feber wird deshalb in vielen ursprünglichen Kulturen die Kraft des neuen Lichtes gefeiert.
Die christliche Kultur feiert am 2. Februar Maria Lichtmess, das Fest an dem Kerzen geweiht werden und das auch als Reinigung verstanden wird und auf römische wie keltische Ursprünge zurückgeht. Bei den Römer*innen gab es das Reinigungsfest „Februa“ – wobei „februare“ das lateinische Wort für reinigen ist. Februar war deshalb schon im römischen Kalender der Name des zweiten Monates des Jahres. Die Göttin Juno Februata wurde ausgiebig und lustvoll gefeiert, denn auch das erotische Liebesfeuer beginnt wieder zu erwachen.

In der keltischen und irischen Tradition hat das Fest den Namen ‚Imbolg’, ‚Imbolc’ oder ‚Oimelc’, wobei sich die ersten beiden Namen vom irischen „imb-folc“ ableitet, was soviel wie „Rundum-Waschung“ oder auch „im Bauch“ bedeutet.  „Im Bauch“ meint das noch ungeborene Leben, das sich im Leib der Mutterschafe und Ziegen auf die Geburt vorbereitet, so wie in der Natur die Samen und Keimlinge noch im Schoß von Mutter Erde ruhen. ‚Oimelc’ steht für die erste Milch die die Schafe am Anfang des neuen Jahres geben. Dieses Fest wird in manchen Gegenden Irlands heute noch gefeiert und gilt auch als Tag der heiligen Brigid (Lá Fhéile Bríde).

Themen für die Menschen und ihre persönliche Entwicklung

Die Reinigungszeremonien des Februars waren wichtig, um die alten Schlacken des Winters körperlich und seelisch abzuwaschen und sich symbolisch in frische, neue Kleider und helles Licht zu kleiden. Um in das neu werdende, eigene innere Zentrum einziehen. Schnee und Eis können uns durch die Kälte und das irisierende Weiß tiefe innere Klarheit schenken und alte Mustern und Glaubenssätzen in uns auflösen. Reinigung mit Düften, Klängen, mit Bewegung und Tanz an der frischen Luft füllen die Zellen und machen frei und aufnahmebereit für das Neue, das kommen will.

Fragen  nach der Vision wollen jetzt gestellt werden: Wo geht das Sehnen hin? Welches Feuer brennt in mir und will dieses Jahr als Vision in die Welt strahlen? Welche alten Muster wollen gereinigt werden, damit das Eigene hell und strahlend gelebt werden kann? Diese Fragen werden wir beim Start des Lernganges „Weg der Königin“, vom 15. – 17.März 2018, aufgreifen und ins konkrete Wachstum begleiten. Anmeldung noch möglich: mail at veronikalamprecht.com

Zu Lichtmess ist die beste Zeit, klaren und reinen Raum zu schaffen. Nach dem Winter, in dem sich vieles gelöst, geändert, verwandelt hat, will jetzt jede Zelle neu werden, bereit sein für einen neuen Aufbruch. Die Kraft der Veränderung und Erneuerung steht uns zur Verfügung, das neue Jahr will geschmiedet werden. Die Kühle und Präzession des Metalls ist gefordert, Visionen werden fix formuliert und klar benannt. Dazu können in einem Ritual die aktuellen Fähigkeiten und Gegebenheiten symbolisch ins Feuer der Göttin gegeben werden, sie verwandelt und darin kann die Vision für das neue Jahr erkannt werden.

Visionen und Eingebungen begegnen den Menschen eher an Orten des Rückzugs. Oftmals waren es Eremiten, also sehr zurückgezogenen Menschen, denen Visionen zuteilwurden und in modernen Zeiten wurde dazu die Praxis der Visionssuchen wieder entdeckt. Dazu gehen Menschen für eine bestimmte Zeit an einen Ort der Stille, wo Erkenntnisse an die Oberfläche kommen. Hier kann vieles, auch Unerwartete, auftauchen. Später wird es gemeinsam mit einer/einem Begleiter*in reflektiert und die Frage gestellt, wie das Erfahrene mit der persönlichen Entwicklung oder dem Fortschreiten eines bereits laufenden Projektes oder Unternehmens zusammenhängt. Ein besonders kraftvoller Ort für persönlichen Retreat ist das archaische Schloss Eschelberg bei Linz, Österreich.

Wenn wir dieser Zeitqualität gewahr werden, gilt es den inneren Impuls des Handelns zu finden, die innere Vision und Begeisterung konkreter, klarer werden zu lassen. Ziele entstehen aus der Verdichtung von Visionen und Intuitionen. Auch in uns Menschen tauchen Visionen auf, die mit der zunehmenden Helligkeit und Kraft des inneren Feuers und des Willens unser Wachstum und unsere Entwicklung ausrichten. Oft mag etwas völlig Neues, basierend auf dem Erfahrungsschatz des Bisherigen und erweitert um die Inspirationen des Neuen, entstehen.

Es ist ratsam sich der Grenzenlosigkeit des Geistes hinzugeben, und nicht der keimenden Inspiration schon eine „hidden agenda“ mitzugeben. Niemand kann sagen, was es wird und wie lange es dauert – der Prozess darf offen und frei sein. Erst dadurch kann in der Tat etwas völlig Neues und anderes entstehen und es wird nicht das Alte erneut fortgesetzt.

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