Essenz & Rückzug

Sliderschmal_06
Zeitpunkt:

31. Okt./1. Nov.

Themen:
Sich aufs Wesentliche konzentrieren, Standort-bestimmung; Leere, Scheitern, Abschied, Sterben, Krise, Ursprung, AhnInnen, Wurzeln, Gründungs-impuls …
Eine Standortbestimmung ist der erste Schritt zur Neuausrichtung. Sie erfordert den Blick auf die Wurzeln, sich seines Ursprungs, seiner Herkunft, seines Auftrages bewusst zu werden. Rückzug nach Innen, Loslassen von Alltäglichem ermöglicht die Konzentration auf das Wesentliche, auf die Essenz.

Unternehmen/Projekte:
In dieser Zeit geht der Fokus, wie auch in der Natur, nach innen. Es ist Zeit wieder auf den Kern der Organisation zu schauen, Zeit für Evaluierungen, interne Klausuren, Fort- und Weiterbildung. Aber auch ein gute Zeit für Pausen im „daily business“ und Urlaube.Der Beginn einer Übergangszeit. Wichtig ist, sich diese zu erlauben und konkret einzuplanen.

Unternehmensritual:
Übergangsritual von scheidende auf neue MitarbeiterInnen, Würdigung der Vorfahren und des Gründungsimpulses

Details:
Was geschieht jetzt im Jahreslauf?
Im (mitteleuropäischen) Jahreslauf liegt die Phase Rückzug zwischen Halloween / Allerheiligen (keltisch Samhain) und der Wintersonnenwende (bzw. Weihnachten). Die Ausdehnung der Frühlings- und Sommermonate führt immer mehr in den Rückzug, in die Verdichtung. Die Pflanzen ziehen ihre Säfte in die Wurzeln zurück. Die letzten Blätter verwelken deshalb und fallen ab. Überflüssige Triebe werden zurückgeschnitten. Die Essenz wird sichtbar.
Die meisten Vögel sind in den wärmeren Süden gezogen, andere Tiere beginnen ihren Winterschlaf. Die Tage werden immer kürzer, die Dunkelheit nimmt zu. Die Menschen gedenken der Toten. Eine Übergangszeit beginnt.
„Downloading“, wie C. O. Scharmer dazu sagt, ist die wesentlichste Vorraussetzung, dass wirklich Neues, Innovatives entstehen kann.

Entsprechung im Unternehmen: Leadership-Qualität: ESSENZ
In dieser Phase steht der Ursprung eines Vorhabens im Vordergrund, sowie der kritische Blick, ob das alltägliche Geschehen zu diesem Ursprung passt, ursprüngliche Ziele unterstützt oder davon eher abweicht, ablenkt.

Beispiel aus einem Führungsfrauen-Workshop, begleitet von Veronika Lamprecht:
„Welche Assoziationen steigen auf, wenn Sie die Begriffe „Essenz & Rückzug“ hören?“
Ergebnis: Konzentration, Quelle, Ursprung, zur Ruhe kommen, Rückbesinnung, Vereinigung von männlichem und weiblichem, nach Hause kommen, Schutz, Tod, Trauer, innen und außen aufräumen, Wiedergeburt

„Welche zentrale Frage ergibt sich aus den genannten Themen für euer Unternehmen?“
Ergebnis: Was braucht es an innerer und äußerer Struktur und Ordnung, damit das Neue kommen kann?

Mit dieser Frage wurde dann engagiert, der Freude folgend, vertiefend weitergearbeitet. Das Ergebnis war u.a. die Erstellung eines Organigramms. Weiters will man/frau sich für das Aussprechen der individuellen Erwartungen Zeit und Raum geben. Hiezu kann ein „Traumworkshop“ von John Croft, Dragon Dreaming, eine gute Methode sein. Alle GAIA-Begeisterten haben mit Dragon Dreaming Erfahrung, im besonderen Anita Frank.

Weitere mögliche Fragen bzgl. des Gesamtunternehmens:
(bitte max. 3 Fragen auswählen – dem Resonanzprinzip folgend)

• Wozu eigentlich gibt es das Unternehmen? Was ist die Gründungsgeschichte, Gründungsidee des Unternehmens?

• Was sind die ursprünglichen Ausrichtungen und Werte, die Motivation?

• Auch: gibt es bislang nicht behandelte Altlasten aus der Unternehmensgeschichte?

• Stimmt die Ausrichtung des Unternehmens noch? Gibt es neue Herausforderungen?

• Ist etwas zu beenden, damit Neues Platz hat?

• Wie sieht es aus mit dem Lernen zwischen Älteren und Jüngeren? Werden Wissen und Erfahrung weitergegeben? aber auch: Werden junge, frische Ideen dankbar aufgenommen?

• Wie sieht es mit dem Krisenmanagement aus?

• Sind Rückzugszeiten und Übergangszeiten eingeplant?

Über die Bedeutung von Übergangszeiten lesen Sie im Blog.