Ahnenkraft

Der Ahnenkraft und der Verehrung der Ahninnen kommt Im zyklischen Weltbild große Bedeutung zu. Aus dieser Verbindung wurde der Lebenssinn, die Visionen für die Zukunft und der Fortbestand der Sippe geschöpft. Die Verstorbenen blieben immer Teil der Familie. Die Ahnenseelen wurden zur Wiedergeburt in den Enkerln, der Name kommt vom „Ahnl = kleiner Ahne“, eingeladen.

Ende Oktober/Anfang November sind die Schleier zur „Anderswelt“ besonders dünn – und bleiben es bis zum 6. Jänner. Das heißt, in dieser Zeit ist es leichter möglich, mit den Kräften der Ahnen in Kontakt zu sein. Uralte, belastende Themen können sich zeigen, um gelöst zu werden. Die AhnInnen wurden immer auch um Rat und Unterstützung bei großen Herausforderungen und Krisen gebeten. Auch unsere Weihnachts- und Silvesterwünsche fallen in diese Segenszeit. Erst im dualistischen Weltbild entstand die Auffassung, dieser Kontakt mit der Anderswelt sei gefährlich und man müsse sich vor den „bösen Geistern“ schützen bzw. sie vertreiben. Der aus England kommende Brauch des „Seelenkuchen-Bettelns“, in dem mittellose Menschen als symbolische VertreterInnen der segensspendenden Ahnen um diese Zeit von Tür zu Tür zogen und um Almosen baten, lebt in heutigen Halloween-Spielen fort. Und unser Allerheiligen-Striezl ist ein letztes Relikt aus dieser zyklischen, die „armen Seelen“ miteinschließenden, Zeit.

Welche Ahnen hat Ihr Unternehmen? Kam der Gründungsimpuls von ihnen? Wird dieser gewürdigt? Gründungsimpulse sehen und würdigen und heilsame Ahnenverbindungen sind der Boden, auf dem wir und unser Unternehmen in die Zukunft wächst. Es ist die beste Jahreszeit, um sich dafür Zeit zu nehmen.

„Wer die Vergangenheit nicht ehrt, verliert die Zukunft.
Wer seine Wurzeln vernichtet, kann nicht wachsen“.
Verfasserin unbekannt

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