Cradle to cradle – Mehr gesunde Kreisläufe bitte! Teil III

Alles geht dem Ende zu. Alles hat sein Ablaufdatum. Alles geht von der Wiege zum Grab. So haben wir es gelernt und so ist es daher auch mit unseren Produkten. Sie entstehen, werden genutzt und – werden Abfall. Manchmal kann man sie recyceln, KünstlerInnen können sogar manches up-cyceln (aus Abfall Kunst machen), das meiste ist leider Sondermüll. „Sondermüll“ heißt, dass niemand etwas damit anfangen kann, unser Planet schon gar nicht. Das Zeug zersetzt sich kaum und es ist unklar was damit werden soll. Also lagert man es irgendwo für ein paar tausend Jahre. Geniale Strategie! Der Mensch hat sein ganzes Geschick dafür eingesetzt, chemische Verbindungen zu schaffen, mit denen die Natur sehr, sehr, sehr schwer zu Rande kommt.

Aber siehe da: es geht auch anders. Die Druckerei gugler in Melk produziert Druckwerke, die komplett kompostierbar sind (bis auf die kleinen Metallklammern, welche ein Heft meist zusammenhalten), Erwin Thoma aus dem Salzburger Land baut Häuser aus Holz und zwar nur aus Holz. Keine Metalle und keine chemischen Verbindungen. Die Häuser sind gewissermaßen auch kompostierbar. Das Prinzip heißt cradle-to-cradle (von der Wiege zu Wiege), weil alles, was endet, wieder Nährstoff für das Neue ist. Zu 100%. Das und nur das ist das Gaia-Prinzip. Mehr dazu im Mutmacher-Blog wirks.

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