Dankbarkeit wirkt Wunder

Dankbarkeit wirkt Wunder, diese Erfahrung mache ich immer wieder auf persönlicher und beruflicher Ebene. Sie ist eine unserer größten Motiviationsquellen und ermöglicht, die Fülle zu sehen anstatt nur den Mangel. Der Neurobiologe Gerald Hüther hat erforscht: „Beste Potenzialentfaltung ist nur in einer Gemeinschaft mit einer wertschätzenden Beziehungskultur möglich!“(Zitat aus „Natürlich erfolgreich – Leben und wirtschaften nach dem GAIA-Prinzip“, 2018)

Erntedank ist eine Haltung und Maßnahme, die jedes Projekt abschließt und krönen kann. Weil diese Ressource viel zu wenig genutzt wird, beginnt das aktuelle Buch „Natürlich erfolgreich – Leben und Wirtschaften nach dem GAIA-Prinzip“ mit dem Kapitel „Erntedank“. Viele Erfahrungen aus dem Unternehmensalltag, praktische Beispiele und konkrete Ritualideen bieten einfache und wirksame Anregungen für einen persönlichen und beruflichen Erntedank! Siehe auch extra Blog „Feiern als Geschäftsauftrag“.

Die Kraft von „Dankbarkeit und gelebte Wertschätzung“ vertieften wir im aktuellen Erntedank-Modul im Lerngang „Weg der Königin“ anhand einer konkreten Teamsitzung – das Ergebnis war überwältigend! Schwierige Teammitglieder wurden wie durch ein Wunder zu kooperativen Kolleg*innen, die Stimmung kippte von Angespanntheit in produktive Freude. Spezifische Dankbarkeit hat eine gewaltige, oft unterschätzte Veränderungskraft – wie kann sie stärker in den Alltag integriert werden? Was hab ich als Person und als Führungskraft davon?

Ilona Koglin als Gründerin von „Jetzt retten wir die Welt“ schreibt über Dankbarkeit: „Dankbarkeit hat eine gewaltige Veränderungskraft für dein Leben: Wenn du sie übst, dann förderst du damit nicht nur dein Glück. Du förderst deine Großzügigkeit und damit deine sozialen Beziehungen zu anderen Menschen – einer der wichtigsten Bausteine für ein glückliches Leben. Und damit unterstützt du auch deine Gesundheit.“

Dankbarkeit macht gesund

Das nach eigenen Angaben weder religiöse noch spirituelle Greater Goods Science Centre in Berkeley erforscht die Auswirkungen von Dankbarkeit und hat festgestellt:

  • Dankbar lebende Menschen haben ein besseres Immunsystem
  • sie erleben mehr positive Gefühle,
  • sie sind somit fröhlicher, glücklicher und optimistischer
  • das macht sie großzügiger und einfühlsamer,
  • und so fühlen sie sich schließlich auch weniger einsam und isoliert.

Auch gibt es zunehmend Forschung über die positive gesellschaftliche Wirkung von Dankbarkeit, z.B. bei der Unterstützung von sozialer Resilienz. Und in Bezug auf die mit Dankbarkeit verbundenen positiven Emotionen wird gezeigt, dass sie die Bereitschaft erhöhen, sich mit anderen zu verbinden, auch jenseits von Differenzen. Sie helfen außerdem, mehr Möglichkeiten zu sehen und offen zu bleiben.

Dankbarkeit im Beruf zahlt sich drei mal aus

Kristina Marita Rumpel erklärt in ihrem aktuellen Buch „Echte Dankbarkeit“, warum sich Dankbarkeit im beruflichen Alltag gleich dreimal auszahlt: „Wenn du das Gefühl hast, dass die Tage und das Jahr wie im Fluge vergeht, dann könnte es auch daran liegen, dass dir das Gefühl der Dankbarkeit im Jahresverlauf abhanden gekommen ist…..Die Zeit, die investiert wird, etwas in ein Projektabschlussfest, verbunden mit einem aufrichtigen Dank für den Erfolg, zahlt sich gleich dreifach aus: Erstens ermöglicht sie einen Austausch über Erfahrungen und Erlebnisse, die so verarbeitet werden können und ins persönliche und berufliche System integriert werden können. Das ist eine Vorraussetzung für Weiterentwicklung. Zweitens kommt Ruhe in den Arbeitsprozess. Dies ist ein wesentlicher Faktor, um die Kraftreserven aufzuladen und wieder durchstarten zu können, somit auch ein Schutz vor Burn-Outs. Und drittens fühlen sich die Mitarbeiter*innen gesehen, wertgeschätzt und können den Dank auch leichter annehmen, weil sie selber noch stolz sind auf ihre Leistungen. Wird jedoch zur Tagesordnung übergegangen und gleich das nächste Projekt auf den Tisch gelegt, ………bringt das Dankeschön am Jahresende auch nicht mehr viel. Es könnte sich sogar wie Hohn anfühlen.“

Thanksgiving adress
Eine weitere großartige wahre Geschichte, wie Dankbarkeit als Kraft, die Wunder wirkt, eingesetzt werden kann,  erzählt der Artikel „Berührung eines Unerreichbaren“ Die uralte Praxis, die hier angewandt wird, heißt „Danksprechung“ oder, original „Thanksgiving address“. Die Geschichte wurde im österreichischen Magazin „Brennstoff“ gefunden, die ursprüngliche Geschichte stammt aus www.oya-online.de und ist hier nachzulesen: https://oya-online.de/article/read/2986.html?highlight=Ber%C3%BChrung%20eines%20Unerreichbaren

Wie geht „Dankbarkeit“?

Für Bruder David ist die Praxis der Dankbarkeit verwurzelt im „Betrachten“: Zeit nehmen, um innezuhalten und die jeweilige Erfahrung wertzuschätzen – auch wenn es nur ein Atemzug ist, eine „Lektion des Lebens“. Oder wenn ich meine eigene Stärke und Widerstandskraft in einer schwierigen Situation würdige. Ich kann in diesem „Betrachten“ meinen Zugang zur Dankbarkeit finden. Er meint „Es ist genauso, wie wir das Kindern beibringen, wenn sie eine Straße überqueren: Stoppen, schauen und dann erst loslaufen“. Bruder David hat das Network for Grateful Living gegründet – auf der Website gibt es feine Übungen und Reflexionen zur Dankbarkeit.
(Zitate entnommen aus einem Newsletter von pioneers of change)

ANREGUNG: Dankbarkeit wirkt Wunder: Ehrliche KOMPLIMENTE

Klar kannst du für eine schöne Tasse Tee dankbar sein, für ein neues Kleid oder auch einen tollen Sommertag. Doch Dinge haben die Eigenschaft, dass sie deine Dankbarkeit nicht zurückspiegeln. Sie wissen schließlich nicht, dass du ihnen dankbar bist. Wenn du deine Dankbarkeit jedoch auf deine Mitmenschen richtest, dann hat dies eine besonders große Wirkung: Denn wenn du diesen Menschen deine Dankbarkeit mitteilst, verbreitest du damit Glück, Freude und Vertrauen. Das fällt letztlich auch wiederum auf dich selbst zurück, und du wirst ebenfalls fröhlicher und glücklicher leben. Deshalb ist der erste Schritt unserer Dankbarkeitsübung, dass du während des Aktionszeitraums täglich mindestens einem Menschen deine Dankbarkeit zeigst. Beherzige dabei die folgenden Tipps:

Sei spezifisch dankbar

Anderen Menschen dankbar zu sein und dies auch zum Ausdruck zu bringen ist die leichteste Stufe in der Dankbarkeitsschule. Die nächst schwierigere Stufe ist es, dass du dabei so genau wie möglich bist. Sag also nicht einfach nur: „Ich bin dir so dankbar, dass du so bist wie du bist!“, sondern überlege dir genau, warum das so ist und sage zum Beispiel: „Ich bin dir dankbar, dass du mir in letzter Zeit so einfühlsam zugehört hast, wenn ich dir von meinen Problemen bei der Arbeit erzählt habe“. Dieser Ausdruck von Dankbarkeit kommt viel authentischer und wichtiger rüber und hat damit auch eine viel größere Wirkung.

Wachse über Dich hinaus

Die wahrscheinlich schwierigste Stufe – quasi die Dankbarkeitsmeisterschaft – ist es, in Situationen Dankbarkeit zu entwickeln, in denen man eigentlich gar nicht dankbar sein zu können meint. Oder auch Menschen gegenüber, von denen du denkst, dass du ihnen eigentlich alles andere als dankbar sein zu müsstest. Die Kollegin etwa, die einen immer wieder nervt (und damit unsere Lehrerin in Geduld ist), ein Obdachloser (der uns daran erinnert, wie komfortabel unser Leben ist), die Krankheit (die uns dazu bringt, uns auf das Wesentliche in unserem Leben zu konzentrieren).

Wie und wo auch immer du mehr Dankbarkeit einbringen und leben wirst – achte auf die Wunder, die dadurch geschehen können!

Schreibe einen Kommentar