Du hast mit deinem Buch Friedensarbeit gemacht

„Du hast mit deinem Buch Friedensarbeit gemacht“ ist ein Zitat aus der Rezension von Dr. Gottfried Wurst über das aktuelle Buch „Natürlich erfolgreich – leben und wirtschaften nach dem GAIA Prinzip“. Hier die gesamte Rückmeldung:

In Deinem Buch beschreibst Du eine Sichtweise, alles Leben in wiederkehrenden Zyklen wahrzunehmen und weiters, alle bzw. sehr viele Lebensabläufe, die Menschen betreffen, ebenfalls in diesen Zyklen eingebunden zu erleben. Auf dieser Basis werden von Dir ebenso Arbeitsabläufe, Gruppenprozesse bis hin zum Funktionieren großer Konzerne betrachtet und beschrieben. Mit einem umfangreichen Spektrum an Hintergrundwissen gibst Du diese Erkenntnisse zu Papier und gibst dabei sehr interessante und wertvolle Verweise auf Überliefertes, schon Geschriebenes und Gesagtes aus vielen Epochen und Kulturen. Zudem bleibst Du nicht bei Theorie und Visionen, Du beschreibst handfest Gelungenes und Rückmeldungen aus der gelebten Praxis. Das macht Deine Ausführungen sehr glaubwürdig.

Für mich ergeben sich beim Lesen und wirken lassen des Gelesenen mehrere weitreichende Aspekte:In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde beinahe gleichzeitig ganz West- und Mitteleuropa sozialdemokratisch regiert. Es war eine Epoche vielfältiger weitreichender Reformen und Umgestaltungen des politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Lebens (es sei stellvertretend die Familienrechtsreform genannt, die Ehe-rechts-reform, die Gleichstellung von Mann und Frau uvam.). Nach den Jahren der Nachkriegszeit, in der ich ja aufgewachsen bin, wurden erstmals Fragen gestellt zu den vergangenen Ereignissen, zu denen meine Eltern- und Lehrergeneration so beharrlich geschwiegen hatte. Tabus, wie etwa das Thema Sexualität oder Erziehungsformen und ganz besonders der Stellenwert des zuvor enorm hoch bewerteten Gehorsams wurden infrage gestellt und gebrochen, der Mief des Althergebrachten wurde radikal ausgelüftet und sehr vieles vom Tradierten einfach hinweg gefegt, als überholt und wertlos bzw. schädlich taxiert. Ich denke, vieles von den Reformschritten hatte durchaus seine Berechtigung und war längst überfällig. Heute denk ich: nicht alles „Alte“ ist zu entsorgen, weil es alt ist.

Wie viele Menschen damals mögen sich wohl entwertet, ihrer Gewohnheiten beraubt und benachteiligt gefühlt haben – aber darüber wurde vor allem mit den Betroffenen nicht geredet! Im gesellschaftlichen und politischen Geschehen heute fühle ICH mich bedroht durch die restaurativen Impulse, die von den Rechten bzw Rechtsradikalen Parteien ausgehen. Und hier meine Anbindung zu Deinem Buch:

Du verstehst es, sehr altes Wissen, Traditionen und neuere Erkenntnisse, die sich durchaus auf Tradiertes beziehen, in eine jetzige Sprache gegossen, anwendbar zu machen für Menschen, die mit Internet, Tablet und Pixel leben und sich durchaus nicht in alte Kartoffelsäcke kleiden möchten. Alt hergebrachtes Wissen zu verstehen und zu verwenden heißt eben nicht unbedingt, alt hergebracht leben, im Sinne von alte Zeiten wieder auferstehen lassen. Rechte Burschenschafter verwenden auch SmartPhones, wollen aber gesellschaftliche Zustände von 1848 wieder installieren. Radikale Moslems wollen in Europa die Scharia anwenden und ein Lebensmodell wie zu Zeiten des Propheten durchsetzen, verwenden dabei aber Darknet und Kalaschnikov…

Gerade Dein Buch beschreibt, wie integratives Denken und Tun gelingen kann und ist damit ein wertvoller Beitrag zur Wertschätzung vieler Generationen einschließlich der jetzigen! Du hast in Deinem Buch Wissen aus vielen vergangenen Zeiten und Kulturen anwendbar gemacht, indem Du aus „altem Wissen“ die Essenz destilliert hast, dadurch bleibt das Wesentliche sichtbar und lebbar, das Beiwerk darf in aller Wertschätzung entsorgt werden. Auch Mist trägt zum Wachstum bei – und jeder, der auch vom Misthaufen was versteht weiß, der der Misthaufen gepflegt werden mag, wenn er nützen soll, ansonsten verdirbt er!

  • Du hast mit Deinem Buch Friedensarbeit gemacht
  • Du hast mit Deinem Buch Versöhnungsarbeit gemacht
  • Du hast ein sehr sinnliches Buch geschrieben und dabei durchaus nicht gescheut, Erotik und Sexualität in ihrer Kostbarkeit einen Platz zu geben.

Meine Anerkennung und Hochachtung für Deine Arbeit! Mögest Du vielfach Gehör finden und verstanden werden!

Friedrich Dürrenmatt sagt sinngemäß in seinem Drama „Die Physiker“: Ein einmal gedachter Gedanke kann nicht mehr zurückgenommen werden. Dazu ein Gedanke von mir: Bei jeder neuen Idee, die in die Welt gebracht werden möchte, kann ich die Bandbreite der Folge-Wirkungen, der Konsequenzen der neuen Idee, und sei sie noch so gut, keinesfalls abschätzen. Ich kann bestenfalls ein schmales Spektrum vorher ahnen, alles Weitere ist ein Prozeß, dessen Steuerung nicht mehr in meiner Hand sein wird….
Dr. Gottfried Wurst, Jahrgang 1951

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Lieber Gottfried, danke für die Ergänzung! Und, ehrlich gesagt, bin ich froh, dass du auch nicht immer alles weißt. :-) Herzlich – Veronika

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