Feiern als Geschäftsauftrag

Feiern als Geschäftsauftrag

In einem Unternehmen wurden in einer Klausur Projektteams von der Geschäftsleitung aufgefordert, das Ende eines Projekts auch gebührend zu feiern. Ein Projektmitarbeiter möge gegen Ende des Projekts an diese Feier erinnern, damit auf diese im Trubel der Ereignisse und im Wechsel auf Folgeprojekte nicht vergessen wird. Diese Aufforderung der Geschäftsleitung erfolgte offiziell und wurde schriftlich dokumentiert. Ebenso wurde festgehalten, dass die Kosten eines Projektabschlusses für eine Rückschau und eine Feier bereit bei der Projektkalkulation zu berücksichtigen seien.
Dieses Beispiel ist aus dem aktuellen Buch „Natürlich erfolgreich – leben und wirtschaften nach dem GAIA-Prinzip, Kapitel Erntedank“ und wurde von Dipl. Ing. Anita Frank beigestellt.

Feiern im „Höllenprojekt“

Ein internationales Unternehmen der Finanz- und Investmentbranche musste sich Ende der Neunzigerjahre für EU-Konformität, für das Jahr 2000[1] und für die Euro-Einführung einstellen. Dies bedingte zahlreiche Projekte parallel zum umfangreichen Tagesgeschäft und dauerte fünf lange Jahre mit viel und schwerer Arbeit – die „Hölle“.

Damit die Teams diese schwere Zeit durchhalten und ihre Arbeit in hoher Qualität leisten konnte, wurden regelmäßige Treffen eingeführt. Kleine Erfolge wurden gefeiert, es wurde Rückschau gehalten und gedankt, an das Management in feierlichem Rahmen berichtet („entnüchtertes Reporting“) und die Akteure sichtbar gemacht. Dadurch wurden die enormen Leistungen für das Management sichtbar und der Dank des Managements an die Teams spürbar. So hielten die Teams alle fünf Jahre durch und bewältigten alle Herausforderungen bravourös.

Dieses Beispiel ist aus dem aktuellen Buch „Natürlich erfolgreich – leben und wirtschaften nach dem GAIA-Prinzip, Kapitel Erntedank“ und wurde von Dr. Ursula Eva Peter beigestellt. Die Firma, die sie betreute, war Merrill Lynch

[1] Unter dem Titel „Y2K“ befürchtete man vor dem Jahr 2000 Probleme in IT-Systemen, die in der zweistelligen Jahresangabe alter Programme und Datenbanken gründeten, z.B. „Wie viele Versicherungsjahre hat eine Versicherte von „88“ bis „05“ gesammelt. In Kraftakten wurden alle Systeme getauscht oder auf vierstellige Jahresangaben umgestellt, sodass der 1.1.2000 ohne größere Schwierigkeiten über die Bühne ging.

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