Öko-Kurzurlaub mit Genuss, Rad und Donau – Reisetipp

Prachtvoll dehnt sich der Sommer vor mir aus. „Jetzt brauch ich einen Kurzurlaub!“ spricht die Seele. Gut, dann schnapp ich meinen Mann und wir die Drahteseln, machen uns reise fit und legen los. Ergebnis: in den folgenden 3 Tagen erleben wir zwischen Passau und Linz eine so tief erholsame, nährende Zeit, dass wir planen, es bald zu wiederholen! Weil es so genussvoll war, ohne schmerzende Beckenknochen oder Muskelkater, mag ich unsere Erfahrungen und Anregungen mitteilen, damit auch du so bald wie möglich losradeln magst! J Eine Slow-Reise-Empfehlung für einen entschleunigenden, kostengünstigen Öko-Kurzurlaub!

Wie geht’s? fragt mich Franz, ein quirliger Dorfbewohner, der gerade den Kunsthandwerksmarkt in „unserem“ Schloss besucht und mich erspäht. „Sehr gut! Wir brechen jetzt auf um Rad zu fahren!“ lache ich ihn an. Verdutzt schaut er in den Himmel, während die Regentropfen auf unsere Gesichter fallen. „Na dann, viel Vergnügen!“ grinst er.

Unser nagelneuen Packtaschen, günstig im Donau Touristik Büro eingekauft, sind mit dem Wesentlichsten gefüllt. Wir packen unsere zwei Räder in unseren kleinen gelben Fiat Panda, bestaunt von weiteren Besucher*innen, die an uns vorbei durch den Regen schnell Richtung Schloss huschen. Bis zum nächsten Bahnhof, also grade mal 5 Minuten, fahren wir mit dem Auto, um dann in den Zug nach Linz umzusteigen. Bis zum Ausflugsschiff ist es dann noch ein knapper Kilometer, und ja, bei Sonnenschein ist Rad fahren schon feiner. J Und doch: Die Jacke hält gut dicht.

Als das Schiff Richtung Passau ablegt, hat es zum Regnen aufgehört und wir verbringen die nächsten 4 Stunden durchgehend auf dem Sonnendeck. Das wir die meiste Zeit für uns alleine haben.

Nur bei den insgesamt 3 Schleusen wuseln die Kinder aus dem Bauch des Schiffes mit ihren Eltern heraus, bestaunen mit mir das Schauspiel, um dann wieder zu verschwinden. Ich stelle gleich mal fest, dass ich meine neue Fahrradbrille vergessen hab, also 50 % meiner Radausstattung! Ich beobachte mit Freude, dass kein Ärger aufkommt. Dann gönn ich mir den Luxus, mir eine neue Sonnenbrille in Passau zu kaufen! Was mir am nächsten Tag dann auch sehr gut in einem Sportgeschäft mit Ausverkauf gelingen sollte. (Ich hab nur EINE wirklich passende Sonnenbrille und die braucht schon dringend neue Gläser! Also kaufe ich etwas, was mein Sommerleben jetzt noch schöner macht. )

Es ist erhebend für mich, am Schiff zu stehen und auf dem zweitmächtigsten Strom Europas dahinzugleiten! 2857 km ist sie lang, nur die Wolga ist noch länger. Als einziger Fluss wird sie von rückwärts gemessen, also von der Mündung zur Quelle – weil sie drei Quellen hat, die unterschiedlich anerkannt sind.

Die drei Quellen der Donau

Die Donau ist ein außergewöhnlicher Fluss. Auf der Länge von rund 2860 km verbindet sie zehn Länder mit sehr unterschiedlichen Kulturen, so viele wie kein anderer Fluss auf der Erde. Darüber hinaus ist sie auch sehr eigenwillig, denn sie ist der einzige größere Fluss in Europa, der von Westen nach Osten fließt. Sie war und ist einer der wichtigsten Handelswege Europas. Auf ihrem langen Verlauf nimmt sie alle Formen an, die ein Fluss nur haben kann: vom fast stehenden Gewässer bis hin zum reißenden Strom.

Im Gegensatz zu fast allen anderen Flüssen hat die Donau keine eindeutig definierte Quelle. Die Ursprünge des mächtigen Stroms liegen im Schwarzwald. Zwei kleine Flüsse namens Breg und Brigach vereinen sich bei Donaueschingen zur Donau. Bevor diese beiden Flüsse zusammenlaufen, fließt aber noch ein weiterer kleiner Bach in die Brigach, der in einem Schlosspark beim Donaueschinger Kirchhügel entspringt. Im Laufe der Geschichte haben sich die Anwohner immer wieder gestritten, welcher dieser drei Zuflüsse die wahre Donauquelle ist.

Die drei Quellen der Donau: Um 1584 wurde der Beginn der Donau dort definiert, wo die Schlossquelle in die Brigach fließt. Später gab es Bestrebungen die Breg – mit 48 Kilometern der längste der drei Zuflüsse – zur Donauquelle zu ernennen. Dies findet man sogar noch in Schulbüchern der 1960er Jahre. Inzwischen wird allgemein der Beginn der Donau am Zusammenfluss von Breg und Brigach akzeptiert – obwohl es noch immer Stimmen gibt, die jene Quelle im Donaueschinger Schlosspark als die „wahre“ Donauquelle ansehen. Dieser lang währende Streit hat dazu geführt, dass die Donau – im Gegensatz zu Flüssen mit eindeutiger Quelle – von der Mündung aus rückwärts vermessen wurde. Die 2860 Kilometer Länge werden also vom Donaudelta nach Donaueschingen gemessen und auf den Ufersteinen entsprechend angegeben.

Auf der Danu – wie ich sie gerne nenne, nach dem keltischen Ursprung von „Donau“ – werden wir mit dem kleinen Schiff in ca. 6 Stunden knapp 95 km von Linz nach Passau zurücklegen. Der Wind weht stark, die Jacke hält gut dicht und warm. Das Ufer zieht an mir vorbei, wie ich es noch nie gesehen hab: unendliche grüne Bänder links und rechts des Wasserstromes, dazwischen kleine Dörfer und jede Mengen Burgen und alte Schlösser. Allerdings auch viel zu wenig Nebenarme und Verzweigungen. Die wenigen Erhaltenen geben noch eine Ahnung, welch weitläufiges Wassernetzwerk hier ursprünglich gewesen sein muss. Schwäne putzen auf Schwemmholz ihr Gefieder, meistens sehe ich sie kopfunter.

Ottensheim vom Schiff aus gesehen

Als es nach 4 Stunden trotz guter Jacke kühl wird, und der Hunger ruft, beginnt es zu regnen. Auch das ist ein Schauspiel: im gediegenen Schiffsbauch bei Tisch und gutem Essen zu sitzen, auf Augenhöhe mit der grauen Wasseroberfläche zu sein, auf der der Regen bizzare Muster malt, von Strömungen laufend neu modelliert. Ich könnt stundenlang zuschaun….

Als der Dämmerung einsetzt, stehen wir wieder am Deck und beobachten das Theater im Himmel und das erwartete Auftauchen der Stadt Passau um die nächste Biegung.

Passau, Donau, Inn, Ilz

„Eine der sieben schönsten Städte der Welt“, soll Humboldt sie genannt haben. Passau mit ihrer einzigartigen Lage zwischen 3 Flüssen: dem Inn, der Donau und der Ilz, die vergleichsweise schmal aus den Hügeln kommend in die Donau fließt.

Die Einfahrt hat etwas Majestätisches. Vorbei an den bunten Häusern, bis zur Schiffsanlegestelle in 3. Reihe. Das hat den Vorteil, dass wir durch zwei andere Schiffe durchgehen und die auch gleich von innen besichtigen können, bevor wir Festland betreten.

Mein erster Schritt auf Land – ich halte inne und spüre zu Gaia hin. Meine erste Wahrnehmung ist, dass die Stadt, von der Landzunge aus gesehen, einen Arm nach links und einen nach rechts über die jeweiligen Flüsse ausstreckt – als würde sie ein größeres Areal halten. Und ja, so ist es auch: der Berg zur Linken (von der Anreise aus gesehen) ist Mariahilf und auf dem Berg zur rechten trohnt die „Veste Oberhaus“ aus dem Jahre 1499. Beide gehören zu Passau dazu. Für mich ist eine starke verbindende Energie spürbar, die das Zentrum ausstrahlt. Verbindend und ausdehnend. Das erlebe ich auch während unseres Aufenthaltes, als ein Thema auftaucht, das eigentlich trennend ist. „Das Trennende ist das Verbindende“, wie ich von Viviane Dittmar das erste mal gehört hab.  Während mich aufkommende „trennende“ Themen normalerweise sofort beschäftigt, ruht es hier und wird erst nächsten Abend angesprochen. Um wahrzunehmen, dass es bereits gelöst ist! Danke Passau!
Weitere vertiefende Wahrnehmungen zeigen mir „geistige Feuerenergie“ im Zentrum, auf der Burg Oberhaus eine starke Verbindung Richtung Himmel und Kloster Mariahilf strahlt eine starke irdische Verbindungskraft aus. Weitere geomantische Erkunden reizen mich, ich geb dann einem Stadtbummel mit meinem Liebsten aber den Vorrang.

Zuerst finden wir noch unsere Pension, die von außen fast abschreckend wirkt und sich von innen als Juwelchen entpuppt: das Hotel Morgentau ist klein und fein und bietet diesen bezaubernden Blick auf die Donau, den ich extra gebucht hab! 110 Euro haben wir zu zweit gezahlt,  inkl. Frühstück. Das wars wirklich wert!

Der Stadtspaziergang fällt kurz aus, ich bin müder als erwartet. Die viele frische Luft an Deck hat müde gemacht. Vielleicht auch die Tage und Wochen davor…:-)
Wir schlafen tief und fest und träumen beide intensiv. Vorm Einschlafen nehme ich noch die feine Energie in den alten, frisch und geschmackvoll renovierten Gemäuern wahr, grüße die Wesen des Raumes und kuschle mich in den Schoß der Edeldame, die ich als Hüterin des Raumes wahrnehme. Wie zuhause, denke ich: dicke, uralte Mauern – das wird mich rasch zur Essenz und zum Wesentlichen bringen.

So sind dann auch die Träume, die wir uns morgens beim Frühstück erzählen. Ich bin froh, dass mein Liebster Zimmer mit Frühstück gewählt hat, sonst hätten wir diesen hübschen kleinen Raum nicht zu Gesicht bekommen! Sogar einen Retro-Plattenspieler entdecken wir! Das vegane, vegetarische oder „normale“ Frühstück wird appetitlich auf unterschiedlich großen Schälchen und Tellern angerichtet und schmeckt ausgezeichnet! Das heißt was, wenn ich das sage! Dass grade mal für uns insgesamt 4, 5 Gäste auch ein Obstsalat aus frischem Saisonobst vorbereitet ist, erfreut mich wirklich sehr.

Die Fahrräder sind gut untergebracht und ruhen noch im Stall, während wir durchs Zentrum schlendern. Besonders erfreut uns der „Graben“, den wir vom Dom Richtung Inn gehend erreichen. Eine kleine schmale Gasse, in der gleich zwei Bioshops mit Biocafe´s angesiedelt sind! Neben einer Vielzahl weiterer kleiner feiner Geschäfte! Wir gehen den Graben rauf und runter, so gut gefällt es uns hier! Dann führt uns der Weg weiter zum Inn – direkt zum großen Spielplatz! Der ist wirklich eine Wonne und bietet für Kinder – leider nur bis 12 Jahre!!! – naturnahes Geschicklichkeitserlebnis für alle Sinne. Ich erlaube mir nur kurz mitzuspielen, auf einer Reckstange hängend, dann schlendern wir weiter den Inn entlang bis zur Landspitze, dort, wo die Flüsse sich vereinen.

Das besondere Naturschauspiel dort sind die 3 verschiedenen Farben der jeweiligen Flüsse! Das ist wirklich besonders, weil sich diese 3Teilung oder 3 Farben Verbindung ziemlich weit noch in die Donau hineinstreckt, wie wir dann am Radweg am linken Donauufer gut sehen können. Sie behalten ihre Farbidentität, obwohl sie schon ein Fluss sind! Die Energie der Ilz spürt sich wie die der „weisen Alten“ an, sie bringt dunkles Moorwasser und die Kraft der Tief in die Stadt – und in die Donau. Ob die beiden anderen dann der weißen und roten Göttin zugeordnet werden können, müsste noch erkundet werden. Die Donau ist für mich stark mit der weissen Göttinnenkraft verbunden, entspringt sie doch in Breg und Brigach – oder doch in Donaueschingen? – Namen die mit der Wortwurzeln  „Brigid, der hellen strahlenden Göttin“ verwandt sind.

Später ess ich im Gasthaus Hofbräu, am Eingang zur Bräugasse, wo auch unser Hotel liegt, den besten Rhabarber-Erdbeerstrudel ever!

Jetzt radeln wir los, den Radweg links von der Donau folgend, wie empfohlen. Anfangs geht der Radweg entlang der Bundesstraße, das ist mäßig interessant. Allerdings hab ich so eine Freude mit dem Radfahren an sich, dass es sofort ein Genuss ist! Warum mach ich das nicht öfter, frag ich mich und trete mich in einen Flow hinein. Ab Jochenstein ist der Radweg auch landschaftlich eine Wonne! Ein Halt in Obernzell ist zu empfehlen, es gibt mehrere interessante Ausstellungen. Auch liegt der Ort teilweise unter Donauniveau – also unbedingt das kurze Stück Weg direkt an der Donau nehmen!

Eine Rast sollte unbedingt im Haus am Strom beim Kraftwerk Jochenstein eingelegt werden: Biocafe, selbstgemachte Biolimonade, leckeres Essen und vor allem ist es eine Umweltstation mit Erlebnisausstellungen! Der Spielplatz im Gastgarten führt Wasser, damit die Kinder mit dem Sand so richtig lustvoll matschen können! Wirklich supa gemacht!

Die nächste Attraktion am Radweg ist für uns in Niederranna und in Freizell, wo noch das Handwerk des Zillen bauens gelebt wird! Hier kann man/frau das Rad mit der Zille tauschen und eine Rundfahrt mit einer Zille buche, inkl. Guide, selbstverständlich.

Weiter geht der Radweg immer direkt an der Donau entlang, mal schattig, mal sonnig, mal von Granitfelswänden begleitet, mal von Schmetterlingswiesen – pure Freude! Es duftet nach Linden, Pappel, mal nach Fischwasser und dann tanzt mir der Geruch von Wildrosen um die Nase! Die Haut spürt die Zärtlichkeit der Sonne, wird vom Wind mal kühler, mal wärmer gestreichelt, das Gesicht taucht tief in die schwirrende Sommerluft hinein. Mit jedem Meter werden die Entspannung und die Liebe zur Natur größer. An der Schlögener Schlinge wollen wir Halt machen. Es ist noch früh und doch haben wir bereits die Hälfte des Wegs. Unter Hinterteil gut versorgend wollen wir jetzt Radsattelpause machen, dafür noch etwas wandern, küssen und die Sonne genießen. Wo nächtigen? 

Das Hotel am anderen Ufer ist uns zu teuer – da fällt uns ein Schild auf:Zur Fährfrau – Biobauernhof – 400 m!“ Ja, besser kanns nicht kommen! Dafür fahr ich sogar ein paar Meter bergauf und werde vielfach erfreut: schon die Zufahrt spürt sich herzlich und wohlig an, eine nährende Atmosphäre. Ein Zimmer haben sie frei – Reservierung wäre aber empfehlenswert! – um 27 Euro inkl. Frühstück/Person! Auf der Speisekarte sind nur biologische Lebensmittel zu finden, fast alles aus eigener Erzeugung! Wir erfreuen uns an vielem, und ob der Kuchen oder das Schmalzbrot oder die Brettljause das Beste ist, das wäre bitte selber prüfen!

In der Nähe gibt es einen interessanten Naturlehrpfad, dessen Erwanderung wir nicht ganz schaffen. Wir befinden uns direkt in der ersten 180 Grad Windung der Schlögener Schlinge und die zweiten 180 Grad sind nicht befahrbar, sondern Naturschutzgebiet! Diese Landschaft hat sich die Natur sozusagen für sich erhalten und der Mensch hat es geschützt. Dafür wachsen hier sehr seltene Pflanzen. Sehr beeindruckend und wohltuend.

Es fühlt sich wie Heimat an, an der Hauswand des Hofes zu sitzen, dem Baby der Fährfrau beim Spielen zuzusehen, die freundliche Bedienung des Berlin Kellners zu genießen, die Wärme im Rücken zu spüren, bestes Essen zu schlemmen und die Dämmerung und dem wunderschönen Tag in der Natur DANKE zu sagen.

Abends steh ich noch länger am Balkon unseres Zimmers und spüre die Verbindung zur Donau – wir haben wieder ein Zimmer mit Donaublick!! – und die Verbindung zu Gaia. Welch Wonne, sich den ganzen Tag auch sinnlich, nicht nur energetisch, in ihren Armen aufzuhalten. Welch tiefer nährender Genuss!

Nach einem tiefen festen langen Schlaf frühstücken wir mit den Kühen, dem Pfau, den Hühnern, der Hündin Elas und den neuen Radfahrgästen, die schon eine schönen Strecke zurückgelegt haben heute und hier zum Frühstücken einkehren! Das Baby tippelt hinter der Oma her in den Bauerngarten, der Opa fährt mit dem Fährschiff die ersten Gäste über die Donau. Der Hausherr sieht hin und wieder nach dem Rechten, nachdem er die Tiefe versorgt hat. Die Fährfrau bäckt möglicherweise Kuchen oder bereitet einen dieser leckeren Aufstriche zu.

Morgens das Frühstück im Freien ist einfach ein Genuss! Und wenn ich mich vom Leben so prachtvoll und genährt fühle, dann erfreu ich mich auch über Butterwurstkäsebrot (steht nicht auf meinem üblichen Speiseplan J) – mit selbstgemachter Marmelade! Hier ist fast alles aus eigener biologischer Landwirtschaft, da geht mir das Herz auf beim Essen!  Ich hol mir noch ein paar Wildkräuter aus der Wiese – sorry, liebe Kühe!  – und verfeinere meine Spezialmahlzeit. Sehr sehr freudvoll!

Gemütlich geht die Reise weiter – mit dem Donaubus! Wir wollen auf der linken Donauseite bleiben und da der Weg hier wegen Naturschutzgebiet für Radfahrende gesperrt ist, lassen wir uns mit dem neuen Donaubus bis Grafenau schippern. Wir lassen die Räder den kleinen Hügel zur Donau runterrollen, finden die richtige Anlegestelle, rufen dann per Funk den Kapitän hier „Fährmann“ genannt, bewundern das Fahrradwerkzeug,  warten noch eine Weile – und dann geht’s los!

Wir sind grade eine Minute mit dem Fährschiff unterwegs, als der Fährmann angerufen wird, dass noch ein paar Leute mitfahren möchten! Ob es uns was ausmacht, wenn nochmals umdreht? NEIN, wir sind großzügig und haben Urlaub! Außerdem ist es viel effizienter, denke ich. Also fährt er nochmals zurück, packt die nächsten Drahteseln samt Besitzer*innen auf und jetzt gleiten wir die nächsten 10 min bis zu Grafenau.

In der Zwischenzeit plaudern wir mit dem jungen Mann, der den Donaubus lenkt – und erfahren, dass ab Ende Juli dieses Modell auch zwischen Ottensheim und Linz verkehren wird! Dass seine Freunde diesen Katamaran selber in einer Werkstatt in Obermühl  (Harald, machst du einen Beitrag für die Zeitung draus?) ausgetüftelt, zusammengebaut und in den letzten Monaten ausreichend getestet haben. Unsere Fahrt ist sozusagen der Prototyp. Alles läuft bestens – und somit steht dem Donaubus in Ottensheim nix mehr im Wege! Hier die Website dazu.

Jetzt wird wieder geradelt, an einem der schönsten Radwege Österreichs! Vorbei am historischen Kornspeicher, in Untermühl wieder ein Stück mit der Fähre ….

….und dann, ganz wichtig – einen Abstecher nach Aschach zum Welzer, einem der besten Eissalons Oberösterreichs!

Die letzten Kilometer führen übers Auland, wie steuern den Bahnhof Rottenegg an. Dort steht unser Auto, um uns das letzte sehr steile Stück ins Schloss Eschelberg hoch zu bringen. Ziel erreicht!

Glücklich wieder zuhause….und eigentlich wollen wir noch weiterradeln…das nächste mal planen wir länger am Donauradweg zu fahren!
Veronika Victoria Lamprecht mit Harald Koisser, Juli 2019, www.gaia-akademie.com

Schreibe einen Kommentar