Sommertipps für Genusstage in Wien

Sommertipps für Genusstage in Wien: Ich freu mich, endlich wieder mal viel Zeit mit wenigen Terminen in Wien verbringen zu können und lass mich in die Tage hineinfallen. Dabei fallen mir Kostbarkeiten und Genüsse entgegen. Hier ein Auszug aus meinem Streifzug, neulich, im Sommer:

Bio-Kreativ-Frühstück mit Weitblick im Cafe Oben am Urban Loritz Platz, über der Bücherei. Direkt an der U 6 Haltestelle „Burggasse“.

Knusprige Waffel mit natur&homemade ice in der Pure Living Bakery in der  Burggasse. Ich find auch die Geschichte der Unternehmensgründung, von einer Frau, die als Stewardess viel erlebte, beeindruckend. Erlebens-Wert!

Natursäfte und Rawcake oder doch lieber ein frischgekochtes Curry? Im Cafe Bluem im Volkskundemuseum, Laudongasse 15, verweile ich als Sommergast gerne, zwischen den Parkbäumen auf einem Kaffeehaustischchen oder doch indoor, soviel Ruhe und natürliche Schönheit! Und wenn frau Glück hat, feiert das Hilfwerk nebenan ein kleines Fest und eine betörend schöne Frauenstimme erfüllt mit ihren Liedern den Schönbornpark. Wonne! Abends läuft derzeit auch das Kurzfilmfestival – hier kann man und frau also leicht einen ganzen Tag verbringen!

Apropos Abend: jeden Dienstag, gleich nebenan, Eingang Nr. 19, befindet sich Wiens erste und einzige Mostothek! Hier erfreute ich mich mit Familie an einer Mostverkostung. Most schmeckt so vielfältig, leicht, spritzig, dass es auch mir eine Freude machte! Der Verein GeSOKS, Gesellschaft für Streuobstkulturen und Supplementäres, „verhandelt geschmacklich“ jeden Dienstag von 17.00 bis 21.00 die besten Mostkreationen unseres Landes! Im August ist leider Sommerpause!

 „Wir zeigen unserem Credo „Most ist der bessere Wein“ gemäß, dass der Un/Wein Most spannender als sein glamouröses Pendant aus Trauben sein kann. Einer inneren logischen Notwendigkeit folgend findet man uns daher auch im Hof, einem Un/Ort des Museums, der üblicherweise den Blicken der Öffentlichkeit entzogen ist. An freundlichen Frühjahrs- und Herbsttagen verwandelt er sich in eine Art Mostheurigen, im Schatten der mächtigen Platane verkosten wir dann die besten Mostkreationen des Landes.“ Zitat Vereinsobmann

Ausstellungsempfehlung:
300 Jahre Kaiserin Maria Theresia – Frauenpower und Lebensfreude in der Kaiserlichen Wageburg in Wien.

Übrigends stammt das sehr gelungende Ausstellungskonzept samt Redaktion auch von einer Frau: Direktorin Dr. Monica Kurzel-Runtscheiner.

„Die Wagenburg nimmt den 300. Geburtstag der Kaiserin zum Anlass, um einen völlig neuen Blick auf sie zu werfen: Nicht Politik und Kriege stehen im Zentrum der Schau, sondern Maria Theresias Lebensfreude, ihre Feste und ihre Selbstdarstellung im Spannungsfeld zwischen weiblicher Identität und „männlicher“ Herrschermacht. Während sich andere Herrscherinnen der Zeit als „Ersatzmänner“ präsentierten, betonte Maria Theresia stets ihre Weiblichkeit und gewann gerade dadurch die Herzen ihrer Untertanen. Das Volk bewunderte die schöne junge Frau, die nicht nur unermüdlich arbeitete und Jahr für Jahr ein Kind zur Welt brachte, sondern auch gerne und ausgelassen tanzte, feierte, Lustfahrten oder lange Ausritte unternahm.“ Zitat von der Homepage

In dieser Ausstellung hab ich einiges über das alltägliche Leben dieser weiblichen Führungspersönlichkeit und Mutter erfahren: Hast du gewusst, wie sie mit weiblicher Kraft Verbündete fand, dem Volk gegenüber Gefühle zeigt und sich sogar entschuldigte? Dass sie das System nicht bekämpfte sondern geschickt für ihren Vorteil – und den Vorteil ihres Landes und Volkes, nutze? Und dass Feste feiern auch eine strategische Bedeutung hatte, zu dieser Zeit?
Die wunderschönen Wägen und Schlitten sind an Einzigartigkeit und Pompösem kaum zu überbieten und machen wieder mal deutlich, wie wichtig es war, diese Verschwendung zu beenden. Heute freu ich mich, auch diese Art von Schönheit noch sehen und somit erahnen zu können!

Priester als Braut?

Noch eine interessante Entdeckung: die Schleppe des Brautkleides von Sissi, Kaiserin Elisabeth, ist ebenfalls ausgestellt. Der einzige Teil, der von ihrem Brautkleid noch original erhalten ist. Wo ist das Brautkleid hingekommen? In die Kirche!! Es war nämlich üblich, Brautkleider nach dem Tragen in ein Priestergewand umnähen zu lassen und der Kirche zu spenden!!! Priester in ehemaligen Brautkleidern – was sagst du GÖTTIN dazu????

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