Überquellen des simplen Seins

»Manche sind der Ansicht, dass #Kreativität sich allein im Einfallsreichtum eines Menschen bemerkbar macht; andere lassen nur die Taten und die sichtbaren Endprodukte als wahre Kreativität gelten. Wenn man mich fragt, ist Kreativität gleichbedeutend mit simplem, sich von Natur aus verströmendem #Sein. Kreativität als solche hat nichts mit Virtuosität zu tun, nicht mit dem Grad der Meisterschaft auf irgendeinem Gebiet. Sie ist das unaufhörlich strömende Sein schlechthin, das manchmal nicht anders kann, als überzuschwappen und sich in Form von schöpferischen Akten auf die Umgebung zu ergießen. Dann spricht man von Liebe zu irgend etwas, denn das Überquellen des simplen Seins wird als liebevolle Hinwendung empfunden – als Liebe zu einem Lebewesen, einer Idee, einem Land …« (Clarissa Pinkola-Estés in »Die Wolfsfrau«).

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