Die Würde der Frauen und Kinder zurückholen

Wir leben in einer Zeit in der Tatsachen ans Licht kommen, die kaum ein Mensch wirklich verarbeiten kann. Die Würde von Frauen und Kindern ist kollektiv erschüttert. Und die Würde der Männer wohl auch…Jede und jeder von uns kann jetzt einen Beitrag leisten, dass diese Würde wieder zurückgeholt wird.

Aber WIE und WIE mit all diesen Informationen umgehen?

Hier zwei Beiträge, die ich auf facebook und LinkedIn gefunden habe, die meine Betrachtung und einen stimmigen Umgang gut beschreiben:

Der erste Beitrag ist von der Ärztin Agnes Schütz und der zweite von Sonia Emilia Rainbow.

Vorweg: wenn du dich jetzt schon sehr getriggert und überfordert fühlst, lies jetzt nicht weiter. Sondern nimm dir 12 Minuten ZEIT für dich und atme mit deinem Herzen und positiven Gefühlen. Hier ist eine kostbare Anleitung für “Herzkohärenz”, die ich heuer entdeckt habe und sehr sehr wertvoll finde! Auf einfache Art und Weise wird Körper-Gefühl-Geist-Seele ausgeglichen. So ein Schatz für intensive Zeiten!

Wach bleiben

Du spürst, du willst das aktuelle Geschehen besser einordnen und Wege des Umgangs finden, dann lies gerne weiter. Für mich gilt es, jetzt besonders wach zu sein und zu bleiben und wirklich zuzuhören! Ein großer Anteil in mir geht davon aus, dass durch diese aktuelle große Erschütterung und Sensibilisierung für das Thema, wir gemeinsam eine nachhaltige Veränderung ermöglichen. Wir schauen hin, fragen nach, zeigen auf, bleiben dran. Es wird für die Gewalttäter und ihre Systeme unmöglich werden, so weiterzumachen wie bisher.

Ich trete für meine eigene Würde noch wacher ein als bisher. Und lade auch dich ein, mitzumachen: Wo in deinem Alltag:

Was kann dich jetzt noch unterstützen, diese Gewaltinformationen zu verarbeiten?

✔Ruhige Gespräche mit vertrauten Menschen. Keine großen Debatten. Annäherung gelingt nur in kleinen Schritten.

✔Das Nervensystem braucht Zeit, um etwas so Erschütterndes überhaupt verkraften zu können. Aufenthalt in der Natur wirkt balancierend und nährend. Nährende Netzwerke pflegen, schreiben, tanzen…

✔Wir müssen gut aufeinander achten, damit niemand mit diesem Schrecken alleine bleibt.

🙏Achtung:
Kinder und Jugendliche sollten von diesen Inhalten ferngehalten werden. Sie haben keine Möglichkeit, diese Bilder und Nachrichten zu verarbeiten.

✔Die Würde der Frauen und Kinder will zurückgeholt werden. Auch dort, wo sie in kleinen Aspekten des Alltags verletzt wird!

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Posting von Agnes Schütz, Ärztin und Psychotherapeutin, 10. Feber 2026, LinkedIn:

”3,5 Millionen Seiten, 2000 Videos und 180000 Bilder überfluten gerade das weltweite Netz. Dokumente, in denen das Grauen sichtbar wird.

Unser Leben baut aber auf einem Urinstinkt auf:
Vertrauen.

Wir werden hilflos geboren und vertrauen darauf, dass wir unterstützt werden. Dieses Grundvertrauen ist tief in uns verankert. Wenn dieses Vertrauen durch reale Informationen in Frage gestellt wird, bekommt unser Weltbild tiefe Risse.

Wir spüren gerade eine kollektive innere Erschütterung, die weder in Worte passt noch in klare Gedanken. Es fühlt sich an wie eine kollektive Traumatisierung.

Die Reaktionen bei Erschütterung solcher Grundbedürfnisse sind normal. Wir gehen in einen Schutzmodus: Ignorieren, Wegdrücken, Abspalten. Es ist keine Gleichgültigkeit.

Dieser Schutz stabilisiert uns, damit wir weiter funktionieren können.

2004-2006 habe ich diesen Prozess als ärztliche Psychotherapeutin und Traumatherapeutin intensiv selbst durchgemacht. Ich arbeitete stationär mit Menschen, die organisierte Gewalt und die schlimmsten Formen von Misshandlung überlebt hatten. In Deutschland.

Es war schwer, all das zu begreifen, was ihnen angetan wurde, obwohl diese Menschen vor mir saßen. Es war ein langer innerer Prozess, Schritt für Schritt zu verinnerlichen, was ich da über Menschen gelernt hatte.

Diese Arbeit hat mein Weltbild grundlegend verändert. Zum Schluss das Gefühl von tiefer Einsamkeit. Diese Realität hatte im normalen Leben keinen Platz. Sie war aus dem normalen Leben abgespalten.

Seit 20 Jahren schaue ich viel kritischer, sensibler und sachlicher auf die Menschen, weil ich weiß, was möglich ist. Das Urvertrauen in die Menschen habe ich nicht verloren. Das kindliche „Das kann nicht sein“ habe ich aber völlig abgelegt.

Deswegen erschüttern mich die Nachrichten nicht weniger als andere Menschen. Ich habe aber ein Stück der Arbeit hinter mir und spalte das nicht ab.

Was kann uns heute helfen?

  • Ruhige Gespräche mit vertrauten Menschen. Keine großen Debatten. Annäherung gelingt nur in kleinen Schritten.

  • Das Nervensystem braucht Zeit, um etwas so Erschütterndes überhaupt verkraften zu können.

  • Und wir müssen gut aufeinander achten, damit niemand mit diesem Schrecken alleine bleibt.

    Achtung:
    Kinder und Jugendliche sollten von diesen Inhalten ferngehalten werden. Sie haben keine Möglichkeit, diese Bilder und Nachrichten zu verarbeiten.

    Warum sollten wir die Abspaltung überhaupt überwinden?

    Weil übermäßige Abspaltung dazu führt, dass die Betroffenen unsichtbar bleiben und Täter geschützt werden.

    Menschen, die eine hohe gesellschaftliche Stellung haben, nutzen genau diese Position, um ihre Taten zu verbergen und Strukturen aufrechtzuerhalten. Es ist ein Netzwerk der Manipulation. Es sind nicht nur einzelne prominente Namen.

    Wir haben mit ganzen Netzwerken aus Politik, Recht, Medizin, Verwaltung und Betreuung zu tun, die im Hintergrund funktionieren

    ——————————————————————————————————-Posting Sonia Emilia, 7. Feber 2026 - ACHTUNG TRIGGERWARNUNG!

“In diesen Tagen werden Dokumente veröffentlicht über Jeffrey Epstein, Akten die zeigen wie über Jahrzehnte Kinder und junge Frauen an mächtige Männer vermittelt wurden. Die Namen kennen wir, es sind Menschen mit Einfluss, mit Geld und Macht. Es hat tatsächlich viele Jahre gedauert, bis man da hingeschaut hat und den Opfern geglaubt.

Ihr Lieben, wir müssen nicht über den Ozean schauen um das zu sehen.

Denn genau dies geschieht hier, direkt vor unserer Haustüre, in unseren Städten und Dörfern.

In Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Das erste Mal wurde ich damit konfrontiert durch eine "Überlebende" der Otto Mühl Kommune, die selbst im innersten Kreis dieser Sekte war. Wer sich an diese Geschichte erinnern kann, weiß dass auch dort große Politiker und Geschäftsleute aus unseremsauberen "Österreich" involviert waren.

Später kamen über die Jahre hinweg immer wieder Frauen zu mir und erzählten von dem was ihnen als Kindern angetan wurde. Ich habe den Frauen zugehört - in meinem geschützten, sakralen Raum. So konnten sie sich öffnen.

Und von Dingen erfahren, von denen die meisten Menschen nichs wissen wollen - erzwungene Schwangerschaften an ganz jungen Mädchen die bereits ihre Mondzeit hatten, ja, auch das Töten und Essen von frischgeborenen Babys, das Zwingen zu Handlungen die so grausam sind, dass sie sich kaum aussprechen lassen.

Manche benutzen dafür das Rituelle, das das Heilige pervertiert - um Kinder zu manipulieren und zu brechen.

Die konkreten Geschichten dieser Frauen, die Details dessen was ihnen persönlich geschehen ist, werde ich nicht weitererzählen. Diese Frauen haben Familien, Kinder, Partner die oft nichts wissen oder nur Bruchstücke von dem, was damals war.

Was ich euch sagen möchte ist, dass es das alles wirklich gibt, dass es geschieht, dass es ganz real ist.

Man neigt dazu das nicht zu glauben. Denn es ist so schlimm, dass unser Verstand sich weigert dies zu akzeptieren. Weil auch wahrscheinlich du denkst: Das kann nicht sein, nicht hier, nicht in unserer „zivilisierten“ Welt.

Doch es geschieht.

Diese Frauen leben heute, manchmal Jahrzehnte später, immer noch in Angst. Sie ziehen abends die Vorhänge zu, sie schauen sich um bevor sie ihr Auto aufschließen, sie haben Angst, dass jemand sie finden könnte.

Sie sind ausgestiegen aus Strukturen die so mächtig sind und vernetzt, mit allen Mitteln ausgestattet, um Opfer zum Schweigen zu bringen..

Mir geht es nun nicht um mit diesem Thema Aufmerksamkeit oder Likes durch bekannte Namen oder reißerische Überschriften zu bekommen. Aber das Feld ist gerade offen - dass die Menschen beginnen, dieses Feld wahrzunehmen und zu realisieren.

Und somit erlaube mir, euch darauf aufmerksam zu machen: Was in diesen Epstein Akten dokumentiert wird, das geschieht auch hier. Vielleicht sogar schon nebenan,

Die Frage ist wann wir endlich anfangen den Betroffenen zu glauben, wann wir aufhören zu sagen: Das ist zu extrem, das kann nicht stimmen. Es ist doch immer noch so, dass soviel Gewalt an Kindern geschieht und niemand schaut hin. Egal ob in solchen Kreisen oder auch innerhalb der Familie. Jahrelang.

Ich möchte euch noch etwas erzählen. Vor einigen Jahren habe ich eine Frau erlebt die ganz ruhig mit mir sprach über ihre Arbeit, ihre Familie, und plötzlich, mitten im Satz, veränderte sich ihre Stimme. Diese wurde plötzlich hell und dünn, wie die eines kleinen Mädchens. Sie zog die Schultern hoch und machte sich ganz klein auf dem Stuhl. Auf einmal sprach sie wie ein achtjähriges Kind. Und merkte selbst nicht, was gerade passierte.

Was war geschehen? Diese Frau war fünfzig Jahre alt, aber in diesem Moment war sie das achtjährige Mädchen das damals missbraucht wurde. Es war keine Erinnerung in dem Sinne - sie WAR in diesem Moment acht Jahre alt. Sie fühlte was das Kind damals fühlte und dachte auch so.

Aber wie ist sowas möglich?

Wenn einem Kind etwas so Schreckliches passiert, dass es das nicht aushalten kann, dann macht die Psyche etwas, um das Kind zu schützen: Sie trennt das Erleben von der Person ab. Im schamanischen Kontext spricht man von verlorenen Seelenanteilen, die aus dem Körpersystem flüchten. In der Psychologie wird dies Dissoziation genannt.

Das Kind lernt während der Gewalt "nicht da" zu sein, es schaut von außen zu oder ist ganz woanders in Gedanken. Aber das Erlebte verschwindet nicht, es wird abgespalten und gespeichert - mit allen Gefühlen, allen Körperempfindungen, der Angst, der Hilflosigkeit von damals. Dieser abgespaltene Teil bleibt acht Jahre alt, während der Rest des Kindes weiter wächst, zur Schule geht, Freunde hat, erwachsen wird.

Doch kann etwas diesen abgespaltenen Teil triggern - ein Geruch, ein Geräusch, eine Situation, ein Wort - und plötzlich ist dieser Teil wieder da. Die Frau fällt zurück in das Erleben von damals, wird wieder zu dem achtjährigen Kind das Angst hat.

Nun, viele Täter im organisierter Gewalt gegen Kinder wissen um diesen Schutzmechanismus. Sie nutzen ihn aus, sie verstärken ihn sogar absichtlich durch immer neue Gewalt, bis das Kind viele solcher abgespaltenen Teile in sich hat, die nichts voneinander wissen. Dann trainieren sie diese Teile, wie man ein Tier dressiert. Und bringen dem Kind bei, auf bestimmte Signale zu reagieren - ein bestimmtes Wort, eine Handbewegung, ein Ton. Wenn dieses Signal kommt, übernimmt der Teil, der darauf trainiert wurde, zu gehorchen.

Diese Programmierung läuft sogar bei den meisten noch im Erwachsenenalter. Ich sprach nur mit Frauen, die dieser Hölle entkommen sind.

Und wir. Wir schauen so oft weg, weil wir nicht glauben wollen dass Menschen so etwas tun. Und damit schützen wir die Täter. Und darauf bauen die Täter auch auf.

Bislang wollten wir in unserer Gesellschaft. das Bild des unschuldigen Kindes bewahren, wir möchten glauben dass so etwas in unserer zivilisierten Welt nicht möglich ist.

Die Wirklichkeit diesbezüglich anzuerkennen würde bedeuten, in eine abgrundtiefe Dunkelheit zu schauen, die uns erschreckt, also schweigen wir lieber und wenden uns ab. Und eine Stimme in uns flüstert: "Das kann nicht sein."

Doch jetzt sind wir alle gefragt hinzuschauen.

Wenn eine Frau vor euch sitzt und erzählt, was ihr geschehen ist, wenn sie Jahre gebraucht hat, um überhaupt Worte zu finden für das Unsagbare, wenn sie zittert beim Sprechen, weil die Angst immer noch da ist - dann ist eure Aufgabe zu hören. Einfach nur zuzuhören.

Zu glauben. Da zu sein. Nicht wegzugehen und den Kopf zu schütteln. Oder zu sagen das kann nicht stimmen.

Organisierte Gewalt gegen Kinder ist kein Einzelfall! Es ist kein seltenes Vorkommnis!!

Die Wahrheit ist: Dieses Feld der Gewalt ist tief verwurzelt in den Strukturen unserer Gesellschaft und es sind Täter aus allen Schichten, aus allen Berufen, aus allen Bereichen des Lebens. Diese Strukturen schützen sich bislang selbst, mit einer Effizienz, die erschreckend ist.

Diese schützen die Täter, sie bringen die Opfer zum Schweigen. Sie sorgen dafür, dass niemand glaubt, was die Opfer sagen.

Wenn jemand vor euch sitzt und den Mut findet zu erzählen, was ihm als Kind angetan wurde, wenn diese Person dabei zittert vor Angst, nicht ernst genommen zu werden - dann hört bitte zu. Die Geschichten dieser Menschen verdienen es gehört zu werden.

Eure Sonia Emilia Rainbow

Ps: Was ich hier mit euch teile ist nur ein kleiner Ausschnitt, ein kleines System in einem großen System. Deshalb kann ich auch nicht alle Gedanken dazu aufgreifen kann.



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